Ablehnung geänderter Schulgesetze

Pressemitteilung
Berlin 11.09.2021


BvLB Berlin lehnt Änderungen des Berliner Schulgesetztes ab Mickmann: „Im Hauruckverfahren soll eine Schuldeform beschlossen werden!“

Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung Landesverband Berlin (BvLB Berlin) lehnt die vom Rot-Rot-Grünen Senat geplante „Beschlussfassung über das Vierte Gesetz zur Änderung des Schulgesetzes“ kategorisch ab. „Im Hauruckverfahren soll noch vor der Wahl am 26.09.2021 mit der aktuellen Mehrheit im Abgeordnetenhaus eine Schulreform beschlossen werden, die eine Schuldeform bedeutet“, so Diplom-Handelslehrer Jens-Peter Mickmann, Pressesprecher des BvLB Berlin.

Aus Sicht des BvLB Berlin nimmt der aktuelle Senat die Lebenswirklichkeit an den Berliner Schulen nicht zur Kenntnis und setzt fulminant die falschen Schwerpunkte. Das Land Berlin belegt in nahezu sämtlichen Bildungsvergleichen einen der letzten beiden Plätze.

Für den BvLB bestehen die bildungspolitischen Berliner Herausforderungen in der Beseitigung des eklatanten Lehrermangels, der Entbürokratisierung des Schulalltages, Sprachförderung und einer deutlich ausgeweiteten Handlungs- und Entscheidungsfreiheit der Schulleitungen. „
Darüber hinaus fordern wir gebetsmühlenartig die Verbeamtung der Berliner Lehrkräfte. Mit diesem Schulgesetz duckt sich der derzeitige Senat vor seinen eigentlichen Aufgaben weg“, stellt der stellvertretende Landesvorsitzende Mickmann ein zentrales Ziel des BvLB Berlin heraus.

Der BvLB Berlin lehnt die Bildung eines „mit der heißen Nadel“ konstruierten Klassenrates ab. Die schulorganisatorische Umsetzung ist zum aktuellen Zeitpunkt völlig ungeklärt. Ebenso stellt der BvLB Berlin die geänderten haushaltspolitischen Kompetenzen der Schulkonferenz infrage. Nahezu sämtliche haushalterischen Regelungen sind mit der Schulkonferenz zu diskutieren. Für den BvLB bedeutet dies ein Misstrauen gegenüber den Schulleitungen sowie absolut lange Entscheidungs- und Beschlusswege. Darüber hinaus schließt sich der BvLB Berlin ausdrücklich nicht der vom Rot-Rot-Grünen Senat in der Gesetzesvorlage gewünschten Stimmberechtigung von Erst- bis Sechstklässlern in Bezug auf Haushaltsangelegenheiten in der Schulkonferenz an.

Das Kerngeschäft einer Schule bildet der Unterricht. Die hierfür nötigen Ressourcen gehören in den Fokus der Bildungspolitik. Das lässt der aktuelle Senat akut vermissen. Die Diskussion über die Einführung von basisdemokratischen Elementen in der Schule lenkt von den eigentlichen Problemen im Berliner Schulsystem ab“, bedauert Jens-Peter Mickmann die bildungspolitische Ausrichtung der Senatsbildungsverwaltung.


Jens-Peter Mickmann
stellv. Landesvorsitzender BvLB
Pressesprecher


pdf BvLB_PM_2021_04-Aenderung-Schulgesetz
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Politik muss Berufliche Bildung in den Fokus nehmen

Pressemitteilung
Berlin 01.09.2021


Ausbildungsmarkt: Politik muss Berufliche Bildung in den Fokus nehmen Mickmann: „Auszubildende von heute sind die Fachkräfte von morgen!“


Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung Landesverband Berlin e. V. (BvLB Berlin) zeigt sich besorgt über die aktuelle Situation am Ausbildungsmarkt. „Die Welt beneidet uns um das deutsche System der dualen Berufsausbildung. Die Jugendarbeitslosigkeit wird minimiert und jungen Menschen wird eine Zukunftsperspektive gegeben“, lobt Diplom-Handelslehrer Jens-Peter Mickmann, stellvertretender Landesvorsitzender und Pressesprecher des BvLB Berlin. Die aktuellen Zahlen auf dem Ausbildungsmarkt lassen aufhorchen.
Der BvLB Berlin informiert: Im Jahr 2020 haben nur 465.700 junge Leute in Deutschland einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 ergibt sich eine Lücke von 47.600 oder 9,3 Prozent weniger Auszubildenden. Seit 1977 ist dies der größte prozentuale Rückgang. In diesem Jahr wurden als erstes die Zahl der Ausbildungsverträge statistisch erfasst. Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist damit erstmals unter 500.000 gefallen.
Die Branchen Gast- und Verkehrsgewerbe sind besonders betroffen. „
Offenbar wirkt hier die Pandemie extrem, da hier der „Leidensdruck“ im Lockdown am höchsten war“, beschreibt Pressesprecher eine potentielle Ursache.
Der Frauenanteil an den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen liegt bei 36,2 Prozent. 2010 wurde noch ein Wert von 41,8 Prozent festgestellt. Insgesamt schlossen im vergangenen Jahr 52.100 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit einen Vertrag für eine Berufsausbildung ab. Dieser Wert sinkt im Jahr 2021 um 12,6 Prozent im Vergleich zu 2019.
Teilweise boten manche Branchen auch weniger Ausbildungsplätze an. Dennoch fällt der Rückgang an Ausbildungsplatzbewerbern um 35.000 extrem auf. Die ausbildenden Unternehmen äußern, das durch Corona weniger Bewerberinnen und Bewerber um einen Ausbildungsplatz vorhanden sind. Die jungen Menschen wurden im Lockdown weniger persönlich in Schulen und Jobagenturen beraten. Es fanden wenigen Ausbildungsmessen und Praktika statt. Die Sorgen um einen sicheren Ausbildungsplatz nehmen zu.
Das Streben vieler Eltern und damit auch der Schülerinnen und Schüler hin zum Abitur und einem anschließenden Studium nimmt dramatisch zu. Dieser Trend zeichnet sich seit Jahren ab. Vermutlich hat dieser in Zeiten von Corona noch einmal Fahrt aufgenommen“, interpretiert Jens-Peter Mickmann vom BvLB Berlin.
Für den BvLB Berlin wirkt sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt dramatisch auf den Wirtschaftsstandort Deutschland aus. Die berufliche Bildung liegt zunehmend darnieder. Es fehlen die Fachkräfte an allen „
Ecken und Enden“ und nicht nur Pflegekräfte. „Wer aktuell einen Handwerker sucht, der spürt die jahrelangen Fehlentwicklungen auf dem Ausbildungsmarkt“, benennt Mickmann die praktischen Folgen.
Die Politik hat die berufliche Bildung in Deutschland nicht im Blick. Aus Sicht des BvLB verspielt die Bildungspolitik damit den Wirtschaftsstandort Deutschland. „
Gut ausgebildete Menschen garantieren qualitativ hochwertige Produkte, die auf internationalen Märkten verkauft den Wohlstand Deutschlands sichern. Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen“, weist Pressesprecher Mickmann auf die Position seines Verbands hin.



Jens-Peter Mickmann
stellv. Landesvorsitzender BvLB
Pressesprecher


pdf BvLB_PM_2021_03-Ausbildungsmarkt-2021
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In Impfzentren der Turnhallen die Pandemie bekämpfen

Pressemitteilung
Berlin 06.08.2021


In Impfzentren der Turnhallen die Pandemie bekämpfen
Mickmann: Umsetzung nicht auf die Beruflichen Schulen abwälzen!

Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB) Landesverband Berlin unterstützt die Initiative der Senatsbildungsverwaltung, niederschwellige Impfangebote an den Beruflichen Schulen anzubieten. Berufliche Schulen unterscheiden sich von den allgemeinbildenden Schulen. An Beruflichen Schulen lernen überwiegend volljährige Schüler, die eigene Entscheidungen und damit losgelöst von den Erziehungsberechtigten treffen können.

Wenn Impfen einerseits den Einzelnen und andererseits die Gemeinschaft schützt, dann gilt das auch für die Schule. Durch das Impfen kann der weitere Verlauf der Pandemie beeinflusst und hoffentlich letztlich ganz eingedämmt werden“, sagt Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann, stellvertretender Landesvorsitzender und Pressesprecher des BvLB Berlin.

Die an den Beruflichen Schulen sukzessive stationierten Impfzentren in den Turnhallen sind dazu geeignet, die Beruflichen Schulen zu einem möglichst sicheren Ort zu entwickeln und den wichtigen Präsenzunterricht allerorts dauerhaft zu gewährleisten“, sagt Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann, stellvertretender Landesvorsitzender und Pressesprecher des BvLB Berlin. Die jetzt an den Schulen praktizierten Impfzentren ähnlich den Abläufen der bereits jahrelang etablierten Blutspendenaktionen.

Der BvLB Landesverband Berlin fordert die Senatsbildungsverwaltung auf, die Beruflichen Schulen bei der Organisation und Umsetzung der Impfzentren nicht auf sich alleine zu stellen bzw. die Implementation auf die Schulen abzuwälzen. „
Die bisher seitens des Senats formulierten Umsetzungsstrategien der Impfzentren sind sehr unklar und beantworten nicht, wie die Schulen beim Auf- und Abbau der kompletten Impfzentren in den Turnhallen unterstützt werden sollen“, beschreibt der stellvertretende BvLB-Landesvorsitzende Mickmann die Handlungsaufforderung an die Senatsbildungsverwaltung.

Der BvLB Berlin weist deutlich daraufhin, dass es sich bei der an den Schulen angebotenen Impfmöglichkeit nicht um eine „
Impfpflicht durch die Hintertür“ handeln darf. „Es muss immer eine freiwillige und damit individuelle Entscheidung der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte für oder gegen eine Impfung bleiben“, hebt Pressesprecher Mickmann für den BvLB Berlin hervor.

Insgesamt schützen die Beruflichen Schulen gleichermaßen die Ausbildungsbetriebe und damit das Herzstück des wirtschaftlichen Lebens. „
Es geht darum, einerseits möglichst sichere Schulen zu schaffen und andererseits zu verhindern, dass die Auszubildenden das Virus in die Unternehmen tragen, um auch die Betriebe und damit die Wirtschaftskraft Deutschlands zu erhalten“, beschreibt Jens-Peter Mickmann die Vorteile des berufsschulischen Impfangebotes. Für den BvLB Berlin sind geimpfte Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler ein Garant für einen reibungslosen und erfolgreichen Unterricht.

Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. setzt sich bundesweit für die Interessen von über 120.000 Lehrkräften und ca. 2,4 Millionen Schülerinnen und Schüler ein, die an den beruflichen und berufsbildenden Schulen in Deutschland lehren und lernen.


Jens-Peter Mickmann
stellv. Landesvorsitzender BvLB
Pressesprecher


pdf BvLB_PM_2021_02-Impfzentren-in-Turnhallen
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Schulstart 2021

Pressemitteilung
Berlin 06.08.2021


Blinder Aktionismus der Berliner Senatsbildungsverwaltung – Lernstandserhebungen gehen an der Schulwirklichkeit vorbei – Lehrermangel weiterhin akut

Wie verhält sich die schulische Situation zum Beginn des neuen Schuljahres in Berlin? Die Forderung des Bundesverbandes der Lehrkräfte für Berufsbildung Landesverband Berlin e. V. (BvLB Berlin), die Lehrkräfte in Berlin zu verbeamten, ist drängender und aktueller denn je. Der akute Lehrermangel in Berlin ist zum Ende der Berliner Legislaturperiode weiterhin eklatant.

700 Lehrerinnen und Lehrer, darunter eine große Zahl an frisch ausgebildeten ehemaligen Referendarinnen und Referendaren, haben das Land Berlin in das Umland, aber auch in andere Bundesländer verlassen. In anderen Bundesländern werden die Lehrkräfte selbstverständlich verbeamtet!

Von 33.000 Lehrkräften in Berlin sind 7.000 Quereinsteiger ohne Lehramtsstudium. Personell brennt es an allen Ecken und Enden an den Berliner Schulen. Der Senatsbildungsverwaltung ist es nicht gelungen, dem signifikanten Lehrermangel in Berlin erfolgreich zu begegnen“, beschreibt Jens-Peter Mickmann, stellvertretender Landesvorsitzender und Pressesprecher des BvLB Berlin die schulische Situation zum Ferienende.

Die Berliner Schulen starten mit einem Hygienekonzept, das eine Maskenpflicht in den ersten drei Wochen für alle in der Schule Tätigen vorschreibt. „
Wie es im Anschluss aussieht, ist nicht bekannt. Wir fliegen auf Sicht“, prognostiziert BvLB-Pressesprecher Mickmann den Schulstart 2021/2022.

Die Senatsbildungsverwaltung verpflichtet die Beruflichen Schulen, Lernstandserhebungen für das zweite und dritte Ausbildungsjahr in den Ausbildungsberufen durchzuführen. Die verpflichtende Vorgabe der Senatsverwaltung sieht zwei Lernstandsgespräche pro Schülerin bzw. Schüler je Schulhalbjahr vor.

Für den BvLB Berlin steht fest, dass Frau Senatorin Scheeres (SPD) ihren festen Blick auf die Schülerinnen und Schüler während der Coronazeit im Wahlkampf unter Beweis stellen möchte. „
Die so genannten Lernstandserhebungen setzen hohe zeitliche Kapazitäten voraus und bedeuten eine enorme Arbeitsbelastung für die Lehrkräfte. Organisatorisch ist das administrativ Vorgegebene in den Schulen nicht zu leisten“, ärgert sich Mickmann. Die finanziellen Ressourcen reichen bei weitem nicht aus, um qualitativ hochwertige Dozentinnen und Dozenten für „Nachhilfe- und Wiederholungskurse“ zu gewinnen. Für den BvLB Berlin gilt: Was gut gemeint ist, ist wieder einmal nicht gut gemacht. Dieser Weg sollte nach der Abgeordnetenhauswahl zugunsten der Beruflichen Schulen in Berlin verlassen werden.
Der BvLB Berlin wünscht sich im Wahlkampf eine an den Schülerinnen und Schülern sowie den Beruflichen Schulen mit ihren Lehrkräften insgesamt orientierte Perspektive. Die Senatsverwaltung für Bildung zeigt aus Sicht des BvLB Berlin blinden Aktionismus vor der bevorstehenden Abgeordnetenhauswahl. Das hektische Handeln der Senatsbildungsverwaltung kurz vor Ferienende stellt die in den Beruflichen Schulen Handelnden vor sehr starke organisatorische Herausforderungen. Aus Sicht des BvLB Berlin ist dies weder nötig noch angemessen.


Jens-Peter Mickmann
stellv. Landesvorsitzender BvLB
Pressesprecher


pdf vLw_Presseerklaerung_2021_15-Schulstart-2021
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BvLB wählt neuen Landesvorstand

Pressemitteilung
Berlin 22.06.2021


BvLB wählt neuen Landesvorstand
Mickmann: „Verbeamtung der Lehrkräfte in Berlin jetzt!“

Der „Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen Landesverband Berlin e. V. (VLW)“ hat sich auf seiner jüngsten Mitgliederversammlung in „Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung, Landesverband Berlin (BvLB Berlin)“ umbenannt. „Damit tritt die Berliner Interessenvertretung der Lehrkräfte an Beruflichen Schulen bundeseinheitlich auf. Wir werden besser wahrgenommen und können so optimaler die Interessen unserer Mitglieder vertreten“, begründet Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann als Pressesprecher des BvLB die Umfirmierung.

Neben der Namensgebung wählten die Mitglieder in großer Einigkeit ihren neuen Landesvorstand. Zum Vorsitzenden des BvLB Berlin wurde Jörg Lorenz gewählt. Als seine Stellvertreter fungieren gleichberechtigt Yamina Ifli, Torsten Jandt und Jens-Peter Mickmann, der ebenso weiterhin die Funktion des Pressesprechers wahrnimmt. Hartwig Büssing wurde in seinem Amt als Schatzmeister bestätigt.

Der neue Vorsitzende Lorenz dankte seinem langjährigen und erfolgreichen Vorgänger, Stefan Hirsch, für seine ehrenamtliche Arbeit. „Wir freuen uns sehr, dass Stefan Hirsch als Referent für Recht und Besoldung weiterhin dem Landesvorstand angehören und uns mit Rat und Tat unterstützen wird“, stellt Jörg Lorenz die Einigkeit seines Verbandes heraus.

Inhaltich setzt sich der überparteiliche BvLB Berlin u. a. für eine stark verbesserte Personalausstattung an den Berliner Oberstufenzentren und die Rücknahme der letzten Arbeitszeiterhöhung für Lehrkräfte im öffentlichen Dienst Berlins ein.

Berlin steht im bundesweiten Wettbewerb um junge und gut ausgebildete Lehrkräfte. Ein wesentliches Entscheidungskriterium stellt die Verbeamtung dar. Insofern hat Berlin hier aufzuholen, um den akuten Lehrkräftemangel in den Griff zu bekommen“, beschreibt Pressesprecher Mickmann eine zentrale Forderung des BvLB.


Jens-Peter Mickmann
VLW-Pressesprecher


pdf vLw_Presseerklaerung_2021_15-BvLB-waehlt-neuen-Landesvorstand
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