vLw-news - Dezember 2012

Die neue vLw-news Ausgabe, Dezember 2011, ist verfügbar.

Inhalt unteranderem sind:
- Arbeitszeitkonten
- Verbeamtung
- Lehrkräftenachwuchs und Lehrerausbildung
- Kompetenzzentren
- Rückkehr in den TVL
- Forderung des dbb

vLw-news 2012, Dezember

Mitteilung - Digitale Vervielfältigung

„Schulen auf dem Weg ins digitale Zeitalter“ – Der VLW begrüsst die Rechtssicherheit beim digitalen Vervielfäligen durch neue Vereinbarung

Die Lehrkräfte an Schulen in Deutschland dürfen künftig urheberrechtlich geschützte Inhalte aus Büchern und Unterrichtswerken auch digital vervielfältigen und den Schülerinnen und Schülern im Unterricht zugänglich machen. Darauf einigten sich die Kultusministerien der Länder mit dem Verband Bildungsmedien sowie den Verwertungsgesellschaften VG WORT, VG Bild-Kunst und VG Musikedition.
Die von der Kultusministerkonferenz am 6. Dezember 2012 bestätigte neue Vereinbarung umfasst einfache und praktikable Regelungen:
  • Die Lehrkräfte können von Printmedien, auch Unterrichtswerken, die ab 2005 erschienen sind, bis zu 10 % (maximal 20 Seiten) einscannen.
  • Lehrerinnen und Lehrer können diese digitalisierten Materialien ebenfalls für den eigenen Unterrichtsgebrauch vervielfältigen und an ihre Schüler weitergeben, auch zur Unterrichtsvor- und -nachbereitung.
  • Die eingescannten Materialien können zudem für die Schülerinnen und Schüler ausgedruckt werden und außerdem im Unterricht über PCs, Whiteboards und/oder Beamer wiedergegeben werden.
  • Die Lehrerinnen und Lehrer können die Scans zudem im jeweils erforderlichen Umfang auch auf ihren Speichermedien ablegen (z.B. PC, Whiteboard, iPad, Laptop, USB-Sticks, etc.). Dies umfasst auch die Speicherung auf einem für die individuelle Lehrkraft geschützten Bereich auf dem Schulserver.
  • Die Parteien werden rechtzeitig vor den Verhandlungen über eine Anschlussvereinbarung eine repräsentative Erhebung über die analogen und digitalen Nutzungen in den Schulen durchführen.
    Die bereits 2010 vereinbarten Grundregeln für das analoge Fotokopieren – Gesamtvertrag zur Einräumung und Vergütung von Ansprüchen nach § 53 UrhG – bleiben nahezu unverändert bestehen: aus praktischen Gründen wurde lediglich der Bezugswert der „kleinen Werkteile“ ebenfalls auf 10% eines Werkes neu festgesetzt. Vgl. dazu den folgenden Link (http:// www.kmk.org/presse-und-aktuelles/pressemitteilungen.html)
    Der VLW-Bundesvorstand begrüßt die Rechtssicherheit, die mit dieser Regelung bei der Nutzung digitaler Medien im Unterricht erreicht wird.

Mitteilung, Digitale Vervielfältigung 12/2012