VLW begrüßt Ausbildungsprämie des Bundesarbeitsministeriums

Pressemitteilung
Berlin, 28.02.2021

VLW begrüßt Ausbildungsprämie des Bundesarbeitsministeriums
Mickmann: „Den jungen Menschen eine Ausbildungsperspektive geben!“

In der Pandemie kämpfen insbesondere mittelständische Unternehmen um ihre Existenz. Diese kleinen und mittleren Unternehmen bilden das Rückgrat der Dualen Berufsausbildung in Deutschland. Zahlreiche Ausbildungsunternehmen haben die Zahl der Ausbildungsplätze stark reduziert. Der Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen Landesverband Berlin (VLW) fordert seit Langem das Duale System und die Beruflichen Schulen in Berlin stärker in den Fokus zu nehmen, um den jungen Menschen in Deutschland eine berufliche Ausbildungsperspektive zu geben. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass der Bundesminister für Arbeit und Soziales diesen Zusammenhang aufgegriffen hat und im März 2021 einen Schutzschirm für die Ausbildungsplätze aufspannen will“, freut sich der VLW-Pressesprecher Diplom-Handelslehrer Jens-Peter Mickmann.

Das Bundesarbeitsministerium bietet den betroffenen Unternehmen eine deutlich höhere Ausbildungsprämie als im Jahr 2020 an. Die Prämie setzte das Ministerium im Sommer 2020 erstmalig um. Bisher erhielten die Ausbildungsunternehmen 2000,00 Euro bei einer gleichbleibenden Anzahl an Ausbildungsplätzen. 3000,00 Euro wurden für diejenigen Unternehmen überwiesen, die ihre Ausbildungsplätze gesteigert haben. „Jeder Euro in die Ausbildung junger Menschen ist eine Investition in die Zukunft Deutschlands. Insofern sollte der Bundesarbeitsminister hier noch einen kräftigen Schluck aus der Pulle zugunsten der vielen Ausbildungsplatzsuchenden nehmen“, wünscht sich Jens-Peter Mickmann.

Jens-Peter Mickmann
VLW-Pressesprecher


pdf vLw_Presseerklaerung_2021_08-Ausbildungspraemie-Bundesarbeitsministerium
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Berufliche Schulen und Gesundheitsschutz der Schulgemeinschaft fokussieren

Pressemitteilung
Berlin 12.02.2021

Berufliche Schulen und Gesundheitsschutz der Schulgemeinschaft fokussieren
Mickmann: „Gründlichkeit vor Schnelligkeit beim Präsenzunterricht!“

Der Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen e. V. Berlin (VLW) fordert nicht nur Kindertagesstätten und Grundschulen in den Fokus bildungspolitischer Diskussionen und Entscheidungen zu nehmen. Vielmehr werden junge Menschen in 55 Beruflichen Schulen und Oberstufenzentren mit knapp 69.000 Schülerinnen und Schülern von mehr als 4.000 Lehrkräften in ca. 320 anerkannten Berufen im Land Berlin ausgebildet, zur Ausbildungsreife oder gar bis zum Fachabitur sowie der Allgemeinen Hochschulreife geführt. „Diese Bildungsleistung repräsentiert sich leider nicht in den Medien oder den öffentlichen Statements Berliner Bildungspolitiker. Schon gar nicht in den Beschlüssen der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder“, so der Pressesprecher des VLW Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann.

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder haben die Berufsschülerinnen und Schüler aus dem Blick verloren. Als Beleg dafür führt der VWL die Ziffer 4 des Beschlusses gemäß der Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 10. Februar 2021 an. Dort heißt es auszugsweise:

„[…] Um Bildung und Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten, haben Öffnungen im Betreuungs- und Bildungsbereich daher Priorität. Dieser Bereich soll daher als erster schrittweise wieder geöffnet werden. Masken, Lüften und Hygienemaßnahmen werden dabei weiterhin nötig sein […]. Die Länder entscheiden im Rahmen ihrer Kultushoheit über die schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht […]. Sie werden gleichzeitig ihre Anstrengungen vergrößern, die Digitalisierung des Lernens zu befördern, um Teilungsunterricht und das schrittweise Hochfahren zu flankieren […].“

Die Beruflichen Schulen haben das saLzH sehr gut umgesetzt. Im Distanzunterricht erfolgt die Betreuung der Schülerinnen und Schülern enorm engagiert. Die Klassen nehmen am schulisch angeleiteten Lernen zu Hause (saLzH) teil. Videokonferenzen ersetzen den Präsenzunterricht nicht. Dennoch werden diese Konferenzen von den Schülerinnen und Schülern ausdrücklich positiv bewertet und gewünscht. Aus Sicht des VLW ist es im Lichte der Videokonferenzen wichtig, Lehrkräfte im Sinne der Arbeitsbelastung auf ein angemessenes Verhältnis zur individuellen Stundentafel hinzuweisen.

Gründlichkeit vor Schnelligkeit ist das Gebot der Stunde beim Präsenzunterricht. Der VLW stellt den Gesundheitsschutz der Schulgemeinschaft in den Mittelpunkt der Diskussion um potentielle Schulöffnungen. „Nicht den zweiten vor dem ersten Schritt gehen. Zunächst für ausreichend Masken, Lüftung und erforderliche Hygienemaßnahmen sorgen sowie Lehrkräfte in der Kategorie 2 impfen und anschließend die Schulen öffnen“, bringt Pressesprecher Mickmann die Perspektive des VLW zum Ausdruck.

Jens-Peter Mickmann
Pressesprecher VLW


pdf vLw_Presseerklaerung_2021_07-Beschluss-MPK
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Stufenplan für die Schulen der Berufsbildung unerlässlich

Pressemitteilung
Berlin 07.02.2021

Stufenplan für die Schulen der Berufsbildung unerlässlich
Mickmann: „Gefahr für die Bildungschancen junger Menschen besteht!“


Am 10. Februar 2021 droht eine weitere Verlängerung des so genannten „Lockdowns“. Die sich auf Infektionszahlen, Zahl der Todesfälle sowie sich entwickelten Mutanten gründende weitere Ausdehnung der Schließung von Oberstufenzentren und Beruflichen Schulen in Berlin sind für den Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen Landesverband Berlin e. V. (VLW) inhaltlich nachvollziehbar. Der VLW fordert energisch ergänzend mit der erneuten Verlängerung eine klare Perspektive für die Schulen der Beruflichen Bildung.

Für den VLW ist ein praktikabler und damit für die betroffenen Schulen in der Berufsbildung verlässlicher sowie einheitlicher Stufenplan verbindlich kurzfristig aufzustellen. „Dieses Weiter so lässt die Unterstützung der betroffenen schulischen Akteure schwinden. Das ist für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, unsere Demokratie und die Bildungschancen der jungen Menschen in den diversen berufsbildenden Schulformen absolut gefährlich“, begründet Diplom-Handelslehrer Jens-Peter Mickmann als VLW-Pressesprecher die Haltung seines Verbandes.

Jens-Peter Mickmann
Pressesprecher des VLW

pdf vLw_Presseerklaerung_2021_06-Stufenplan-fuer-die-Beruflichen-Schulen
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VLW fordert Optimierung der föderativen Bildungsstruktur

Pressemitteilung
Berlin 02.02.2021

VLW fordert Optimierung der föderativen Bildungsstruktur Mickmann: „Denken, Wirtschaften der Unternehmen und generell internationale Wirtschaftsprozesse bewegen sich in europäischen Regionen und globalen Freihandelszonen!“

Die Pandemie führt den Volkswirtschaften die Globalisierung, Internationalisierung sowie die Verflechtung von Wertschöpfungsketten in der Welt vor Augen. Flexibilität, Mobilität, Kompetenz und Schnelligkeit in Veränderungsprozessen sind die bildungsorientierten Attribute unserer Zeit. Der bildungspolitische Bezugsrahmen transformierte sich von der nationalen auf die europäische und globale Ebene. Informations-, Kommunikations-, administrative sowie digitale Prozesse galt und gilt es in der Coronazeit neu zu definieren, zu organisieren und zu implementieren. „Diese multiplen Herausforderungen bildungspolitisch deutschlandweit anzupassen versäumte die Bildungspolitik besonders im letzten Jahr der Pandemie. „Die Politik rennt der bildungspolitisch notwendigen Realität hinterher“, konstatiert Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann als Pressesprecher des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen Landesverband Berlin e. V. (VLW).

Schulische Bildung, berufliche und akademische Ausbildung finden im 21. Jahrhundert unter international vergleichbaren und austauschbaren Abschlüssen sowie Qualifikations- und Qualitätsrahmen statt. Für den VLW ist damit klar, dass die föderative Bildungsstruktur in Deutschland grundsätzlich zu optimieren ist. „Diese Aufgabe haben kurzfristig die Bildungsverwaltungen der Länder im Kontext der Kultusministerkonferenz (KMK) praktisch anzugehen“, fordert Mickmann die zuständigen Institutionen auf.

Dieses jahrelange politische Versäumnis hat nach Ansicht des VLW im Konzert aller Akteure in der politischen Bildung vom Bundesbildungsministerium bis zu den Verbänden konstruktiv zu erfolgen. Schuldzuweisungen, Vorhaltungen und parteipolitisches Kleinklein haben gemäß der Vorstellung des VLW keinen Raum in den aktuell notwendigen Veränderungsprozessen. Ein kompetentes und transparentes Vorgehen und Handeln, eine professionelle Kommunikation, gegenseitige Wertschätzung der Beteiligten und Führung stellen die Kernelemente des nunmehr erforderlichen bildungspolitischen Optimierungsprozesses für den VLW dar. „Bildungspolitik kann nicht in 16 Ländern Deutschlands organisiert werden, wenn sich das Denken, das Wirtschaften der Unternehmen und generell internationale Wirtschaftsprozesse in europäischen Regionen und globalen Freihandelszonen bewegen“, kritisiert der VLW-Pressesprecher die bildungspolitische föderative Perspektive in Deutschland.

Die jetzt nötige veränderte Wahrnehmung von Bildung in einer globalen und digitalen Welt kommt in erster Linie in Berlin der Senatsbildungsverwaltung zu. Tiefgreifende schulorientierte Entscheidungen sind aus Sicht des VLW mit den Schulleitungen über die Schulaufsichten abzustimmen und einheitlich umzusetzen. Für den VLW wird Schule so langfristig wieder plan- und organisierbar. Darüber hinaus werden die aktuellen widersprüchlich erscheinenden Senatsanweisungen aufgelöst. Zukünftig können administrative Entscheidungen und Weisungen der Senatsbildungsverwaltung von allen Beteiligten mitgetragen und konstruktiv begleitet werden. Dies führt aus der Perspektive des VLW zu einer Motivationssteigerung aller an der Bildungsarbeit beteiligten Akteure.

Kurzfristig sind in der Pandemiezeit die Schulgemeinschaften zu entlasten und die Schulen personell, finanziell und organisatorisch zu unterstützen. „Lehrkräfte sind mit Laptops, Mikrofonen und Webcams so digital auszustatten, dass in den Schulen mit den Lernplattformen, E-Mailprogrammen und Messengern rechtssicher gearbeitet werden kann“, beschreibt Jens-Peter Mickmann die unbedingt notwendigen ersten Schritte.


Jens-Peter Mickmann Pressesprecher des VLW


pdf vLw_Presseerklaerung_2021_05-Optimierung-foederative-Bildungsstruktur
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