VLW fordert Berücksichtigung Beruflicher Schulen im Lernraum Berlin

Pressemitteilung
Berlin 27.01.2021


VLW fordert Berücksichtigung Beruflicher Schulen im Lernraum Berlin
Mickmann: „Der Lernraum Berlin ist durch eine App kurzfristig zu ergänzen!“

In Zeiten der Corona-Pandemie und des „Lockdowns“ organisieren die Schulen das so genannte schulisch angeleitete Lernen zu Hause (salzH). Schülerinnen und Schüler haben gemeinsam mit ihren Lehrkräften den Klassenraum in die virtuelle Welt zu transformieren. Die Senatsverwaltung für Bildung des Landes Berlin empfiehlt mehrheitlich den „Lernraum Berlin“ für die allgemein bildenden Schulen. In ihm engagieren sich 600 Schulen mit aktuell 108.000 Nutzerinnen und Nutzern. Ein virtuelles Klassenzimmer simuliert den Präsenzunterricht und unterstützt so den digitalen Unterricht.

„Die Senatsbildungsverwaltung hat offenbar die 55 Beruflichen Schulen und Oberstufenzentren mit knapp 69.000 Schülerinnen und Schülern mit 3.943 Lehrkräften nicht im Fokus“, ergänzt der Pressesprecher des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen Landesverband Berlin (VLW) Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann. Der VLW kritisiert, dass die Bildungsleistung der Beruflichen Schulen und der Oberstufenzentren im Kontext des Lernraumes Berlin öffentlich unberücksichtigt bleibt. Diese Schülerinnen und Schüler nutzen ebenso den „Lernraum Berlin“. Sie werden dort von den Lehrkräften in ca. 320 anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet, zur Ausbildungsreife oder gar bis zum Fachabitur sowie der Allgemeinen Hochschulreife geführt.

Die Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Bereiches werden im Dualen System in den Unternehmen und der Schule ausgebildet. Damit sind diese Lernenden mobil und lernen an diversen Lernorten (Unternehmen, Schule, Zuhause, im ÖPNV etc.). Aus Sicht des VLW lässt die vom Senat empfohlene Lernplattform diese Lernendensituation unberücksichtigt. Für den VLW ist der „Lernraum Berlin“ um eine „Lernraum-Berlin-App“ kurzfristig zu ergänzen, damit dieser über Smartphones und Tablets angewendet werden kann. „Die Lernplattform hat sämtliche Schülerinnen und Schüler Berlins mit ihren individuellen Lebens- und Lernsituationen in den Blick zu nehmen und zu unterstützen“, problematisiert VLW-Pressesprecher Jens-Peter Mickmann die Lernplattform.

Der VLW fordert den Berliner Senat und die Kultusministerkonferenz (KMK) darüber hinaus auf, die Kriminalisierung von Schülerinnen und Schülern sowie deren Lehrkräften zu beenden und eine datenschutzkonforme Sicherheitsarchitektur technologisch in Lernplattformen zu schaffen. „Die Politik forciert den Distanzunterricht und lässt die Akteure mit den potentiellen Rechtsfolgen alleine. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte benötigen einen geschützten Raum zum Lernen“, beschreibt Pressesprecher Mickmann die VLW-Forderung. Im digitalen Klassenzimmer haben Unternehmen, Verbände, Gewerkschaften und sonstige Akteure absent zu sein. Schülerinnen und Schüler müssen auch im digitalen Unterricht unbeobachtet und sorglos lernen können.


Jens-Peter Mickmann
Pressesprecher des VLW

pdf vLw_Presseerklaerung_2021_04-Lernraum-Berlin
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VLW fordert eigenständiges Unterrichtsfach Wirtschaft in der Sekundarstufe I

Pressemitteilung
Berlin, 25.01.2021

VLW fordert eigenständiges Unterrichtsfach Wirtschaft in der Sekundarstufe I
Mickmann: „Ökonomisch ausgebildete Menschen garantieren die Bewältigung der ökonomischen Krise!“

Die vorherrschende SARS-CoV-2-Pandemie führt zu negativen Entwicklungen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt sowie dem Wirtschaftswachstum (Bruttoinlandsprodukt) in Deutschland. In der aktuellen politischen Öffentlichkeit werden Stufenpläne diskutiert, wie die deutsche Volkswirtschaft diese ökonomische Krise in einem überschaubaren Zeitfenster bewältigen kann. Studien zeigen heute, dass das ökonomische Wissen in unserer Gesellschaft deutliche Lücken aufweist. Bedingt durch die Ökonomisierung der Lebensbereiche, der zunehmenden Globalisierung und Internationalisierung sowie der wirtschaftlichen Abhängigkeit von Staaten nimmt die Bedeutung und Kenntnis ökonomischer Kontexte enorm zu. „Das Bildungssystem sollte den Scheinwerfer auf ein Schulfach Wirtschaft bereits in der Sekundarstufe I legen“, schlägt der Pressesprecher des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen Landesverband Berlin e. V. (VLW) Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann vor. Demnach hat die Sichtweise, ökonomische Bildung erfolge als Querschnittsaufgabe, zu der sämtliche Fächer beitragen, ausgedient und der Berliner Senat sowie die Kultusministerkonferenz (KMK) haben ihre Hausaufgaben zu erledigen.

Aus Sicht des VLW wachsen die jungen Menschen in eine hochkomplexe globalisierte Welt. Das Bildungssystem hat zu einem selbstbestimmten Leben auszubilden, so dass ein Einstieg in eine erfolgreiches (Berufs-)leben erfolgen kann. Einerseits greift die Politik in vielfacher Weise in die Wirtschaft ein, andererseits positionieren die wirtschaftlichen Akteure ihre Interessen im politischen Umfeld und gestalten so die gesellschaftliche und rechtliche Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft exponiert mit. „Selbstständigkeit, Start-up, Entrepreneurship sind nur einige Schlagworte, die auf die zukünftige wirtschaftliche und berufliche Entwicklung hinweisen. Das Bildungssystem hat rasch Antworten zu geben, damit junge Menschen frühzeitig unsere Gesellschaft aktiv und verantwortungsvoll mitgestalten können“, beschreibt Mickmann die Notwendigkeit eines selbständigen Faches Wirtschaft.

In den Schulen der Sekundarstufe I existieren bereits jetzt immer mehr Wettbewerbe zur ökonomischen Bildung, Projekte im Feld des Entrepreneurships und Praxiskontakte von Schulen mit der Wirtschaft. Der VLW wünscht sich, dass der Berliner Senat und die KMK diese Anknüpfungspunkte nutzen, um ein eigenständiges Fach Wirtschaft im allgemein bildenden Bereich kurzfristig zu etablieren. „Ökonomisch professionell ausgebildete junge Menschen sind Garanten für eine prosperierende Volkswirtschaft und für eine geringe Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland“, blickt VLW-Pressesprecher Mickmann positiv in die nachpandemische Zukunft.



Jens-Peter Mickmann
Pressesprecher des VLW


pdf vLw_Presseerklaerung_2021_03-Fach-Wirtschaft-etablieren
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Datenschutz darf Lehrkräfte nicht kriminalisieren

Pressemitteilung
20.01.2021

Datenschutz darf Lehrkräfte nicht kriminalisieren Mickmann: "Digitales Arbeiten statt Postkutschenzeitalter ist das Gebot der Stunde!"

Das mobile Arbeiten (auch Home-Office) soll nach der aktuellen Verordnung obligatorisch werden. Arbeitgeber und Dienstherren haben dieses zur Kontaktbeschränkung sowie Abstandswahrung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu organisieren. In den Schulen wird der Wechselunterricht respektive Distanzunterricht seit Wochen umgesetzt. "Die Politik gibt vor, aber Senat und Kultusministerkonferenz lassen die Lehrkräfte mit potentiellen Rechtsfolgen alleine. Das ist der falsche Weg, Lehrkräfte dürfen nicht kriminalisiert werden!", ärgert sich der Pressesprecher des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen Landesverband Berlin (VLW) Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann. Der VLW verweist in diesem Kontext auf die Ausführungen des Datenschutzbeauftragten. Personenbezogene Daten dürfen nur sicher übertragen werden. "Diese technische Sicherheitsarchitektur ist den Lehrkräften umgehend zur Verfügung zu stellen und ihnen ist Rechtssicherheit zu geben", fordert Mickmann. Alternativ müssten diese zum Teil sensiblen Daten über den Postweg transferiert werden. Der VLW sieht den Senat und die KMK in der Pflicht, nunmehr kurzfristig Abhilfe zu schaffen. Die rechtlichen Folgen können nach Ansicht des VLW nicht dazu führen, dass die verabschiedete Verordnung zum verpflichteten Home-Office datenschutzrechtlich ins Postkutschen- bzw. Botenzeitalter zurückführt. "Jetzt ist die Zeit der gelebten Digitalisierung. Der Datenschutz hat hier zu unterstützen, aber nicht den digitalen Trend zu stoppen", beschreibt Jens-Peter Mickmann die Zielrichtung des VLW.

Jens-Peter Mickmann
Pressesprecher des VLW Berlin

pdf vLw_Presseerklaerung_2021_02-Lehrkraefte-nicht-kriminalisieren
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VLW Berlin fordert Stärkung des Dualen Systems

Pressemitteilung Berlin, 18.01.2021

VLW Berlin fordert Stärkung des Dualen Systems
Mickmann: „Der Berliner Senat und die KMK behandeln die Berufsausbildung stiefmütterlich!“

In der Öffentlichkeit werden aktuell die Schließung von Kindertagesstätten und Schulen kritisch diskutiert. Die Herausforderungen des Wechselunterrichtes auf die Organisation des familiären Lebens gepaart mit der Frage, wie der unternehmerische Alltag zu organisieren ist, fokussieren die tagespolitischen Debatten. In keiner Weise haben nach Auffassung des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen Berlin (VLW) der Berliner Senat und die Kultusministerkonferenz (KMK) die Situation der vielen Auszubildenden im Dualen System der Berufsausbildung oder gar die potentiellen Schülerinnen und Schüler im Blick, die eine Ausbildung in den Unternehmen anstreben. „Das Thema Duale System stärken gehört auf Platz 1 der Bildungsagenda“, fordert der Pressesprecher des VLW Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann.

Im letzten Jahr ist die Anzahl der Ausbildungsplätze um 12 Prozent gesunken, die Wirtschaft in Deutschland sank um fünf Prozent. Das Duale System der Berufsausbildung kombiniert die praktische Ausbildung junger Menschen in den Unternehmen mit der dazugehörigen theoretischen Professionalisierung in den Beruflichen Schulen und garantiert damit eine geringe Jugendarbeitslosigkeit. „Um dieses Modell der Berufsausbildung beneidet uns die Welt. Das Thema darf von den in der Bildungspolitik aktiven Akteuren nicht stiefmütterlich behandelt werden“, ergänzt Pressesprecher Mickmann.

Für den VLW Berlin ist damit klar, dass es auch im Interesse der Unternehmen sein muss, dieses Thema aktiv anzugehen. Die jungen Menschen sind die Fachkräfte von morgen, deren Präsenz heute schon am Arbeitsmarkt vermisst wird. Die Beruflichen Schulen sehen sich mit sinkenden Schülerzahlen konfrontiert. Auch dieser Lernort steht damit vor enormen Herausforderungen. Der VLW sieht eine konzertierte Aktion „Duales System stärken“ für unbedingt angebracht, um insbesondere in der Zeit nach der Pandemie eine prosperierende Volkswirtschaft in Deutschland organisieren zu können. „Den jungen Menschen mache ich Mut, es existieren noch viele Ausbildungsplätze. Bewerbt euch!“, motiviert VLW-Pressesprecher Mickmann an einer Berufsausbildung im Dualen System interessierte Schülerinnen und Schüler.


Jens-Peter Mickmann
Pressesprecher des VLW Berlin

pdf vLw_Presseerklaerung_2021_01-Duales-System
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VLW Berlin fordert Aufbruchstimmung zugunsten der Beruflichen Bildung

Pressemitteilung Berlin, 18.01.2021

VLW Berlin fordert Aufbruchstimmung zugunsten der Beruflichen Bildung Vorsitzender Hirsch: „Berufliche Bildungsleistung ist in Berlin unterrepräsentiert!“

Das Berliner Bildungssystem beinhaltet nicht nur den in den Medien stets präsenten allgemein bildenden schulischen Bereich. Vielmehr werden junge Menschen in 55 Beruflichen Schulen und Oberstufenzentren mit knapp 69.000 Schülerinnen und Schülern von 3.943 Lehrkräften in ca. 320 anerkannten Berufen ausgebildet, zur Ausbildungsreife oder gar bis zum Fachabitur sowie der Allgemeinen Hochschulreife geführt. „Diese Bildungsleistung repräsentiert sich leider nicht in den Medien oder den öffentlichen Statements Berliner Bildungspolitiker. Die Berufliche Bildung Berlins muss sicher durch die Corona-Krise geführt werden“, so der Landesvorsitzende des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen e. V. (VLW) Stefan Hirsch.
Viel wertvolle Zeit verstrich, bis die Kultusministerkonferenz (KMK) Schulen als Infektionsquellen identifizierte, anerkannte und das Stigma der Schule als „corona-freien Ort“ aufgab. „Jetzt ist der Zeitpunkt für eine Aufbruchstimmung sämtlicher in der Bildung zuständigen Akteure zugunsten der Beruflichen Bildung in Berlin gekommen“, fasst Diplom-Handelslehrer Jens-Peter Mickmann als Pressesprecher des VLW Berlin die Entwicklung zusammen. Der VLW begrüßt die Absage des Präsenzunterrichtes an den Berliner Beruflichen Schulen sowie den Einzug der bisher außerhalb der Beruflichen Schulen geltenden Hygienevorschriften (AHA-Regel) und die jetzt regelmäßig stattfindenden Coronatests für die Lehrkräfte im Berufsbildenden Schulsystem. Für den VLW steht fest, dass der aktuelle Wechselunterricht (Hybridunterricht, Distanzunterricht) ein Modell für die Zukunft darstellt. Dabei vernachlässigt der VLW den erfolgreichen und erforderlichen Präsenzunterricht in keiner Weise, dieser hat Priorität vor alternativen Unterrichtsformaten.
Hier setzt die seitens des VLW geforderte Aufbruchstimmung an. Kleine Lerngruppen, Luftfiltersysteme und Plexiglasscheiben in den Klassenräumen für den Gesundheitsschutz der Schulgemeinschaft sollen ebenso obligatorisch in den Schulen werden wie digitale Endgeräte bei den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften. „Insbesondere datenschutzrechtliche Vorschriften dürfen zukünftig das Lehren an den Schulen nicht behindern. Lehrkräfte benötigen Rechtssicherheit“, so Pressesprecher Mickmann. Die gute technische Ausstattung der Beruflichen Schulen begünstigt aus Sicht des VLW die digitale Transformation. Bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen sind zu implementieren, um arbeitsfähige virtuelle Lernräume sowie eine sichere Lernsoftware mit dem Ziel zu nutzen, Unterrichtskonzepte auf Basis des Blended Learning erfolgreich umzusetzen. „Diese Anforderungen werden seitens der dualen Ausbildungspartner heute schon als selbstverständlich vorausgesetzt“, begründet der VLW-Vorsitzende Hirsch die dringende Aufbruchstimmung.
Der VLW verfolgt weiterhin die Ziele einer guten personellen, technischen und administrativen Ausstattung der Beruflichen Schulen. Für den Erfolg der Beruflichen Schulen in Berlin sprechen die gut ausgebildeten und fortgebildeten Lehrkräfte, die sich auf den Kernbereich Unterricht und damit deutlich weniger um Verwaltungsaufgaben zu konzentrieren haben. Darüber hinaus fordert der VLW die Verbeamtung sämtlicher Lehrkräfte im Berufsbildenden System in Berlin. Die Politik benötigt aus Sicht des VLW eine Aufbruchstimmung, um anstatt der aktuell überbordenden Bürokratie eine optimierte, zielgerichtete und effiziente Administration als Unterstützungssystem für die Beruflichen Schulen zu etablieren.


Jens-Peter Mickmann
Pressesprecher des VLW Berlin

pdf vLw_Presseerklaerung_2021_00-Corona-Berufliche-Schulen
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