Verbeamtung Lehrermangel

Pressemitteilung
Berlin 21.05.2022


Verbeamtung Berliner für alle Lehrkräfte zum Schuljahr 2022/2023 Mickmann: „Der Bildungsverwaltung fehlt eine Vision und eine Mission!“

Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung Landesverband Berlin e. V. (BvLB Berlin) fordert seit Jahren die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (Sen BJF) auf, sämtliche Lehrkräfte in Berlin zu verbeamten, um die Attraktivität Berliner Schulen als Arbeitsplatz für bundesweit ausgebildete Lehrkräfte zu steigern. Darüber hinaus ist dem vorherrschenden Lehrermangel im Land Berlin aktiv und progressiv entgegenzuwirken. „Beide Zielsetzungen geht der Berliner Senat äußerst halbherzig an“, bedauert der stellvertretende Landesvorsitzende und Pressesprecher des BvLB Berlin, Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann das politische Handeln.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Verbeamtung neu eingestellter Lehrkräfte zum kommenden Schuljahr 2022/23 gewährleistet. Für den BvLB Berlin zeigt offenbart sich an der Stelle ein erster positiver Schritt in die richtige Richtung. Für bereits im Land Berlin angestellte Lehrkräfte, die von der Sen BJF despektierlich als „Bestandslehrkräfte“ bezeichnet werden, ergibt sich aus dem „Zeit-Maßnahmen-Plan zur Umsetzung der Verbeamtung der Lehrkräfte“ eine früheste Verbeamtung im zweiten Schuljahr 2026.

„Es ist menschlich erschreckend wahrzunehmen, wie die Senatsverwaltung mit den langjährigen angestellten Lehrkräften im Zusammenhang mit der Verbeamtung umgeht. So kann mit den Berliner Lehrkräften nicht umgegangen werden“, ärgert sich der Dipl.-Hdl. Mickmann vom BvLB Berlin. Aus Sicht des Lehrerverbandes ist klar, dass mutmaßlich die Senatsverwaltung der Finanzen genau mitgerechnet hat, welche Altersgrenze die zu verbeamtenden Lehrkräfte im jeweiligen Jahr einer potentiellen Verbeamtung überschreiten.

Offenkundig wird im zweiten Schulhalbjahr 2026 eine große Zahl an Lehrkräften die Höchstgrenze für eine Verbeamtung erreicht haben. „Durch die Hintertür wird die öffentlich verkündete Verbeamtung sämtlicher Lehrkräfte in Berlin wieder kassiert“, resümiert BvLB-Pressesprecher Mickmann das administrative Handeln der Sen BJF. Der BvLB Berlin fordert eine rasche Korrektur dieses auf die „Bestandslehrkräfte“ unerträglich wirkenden Weges zur Verbeamtung in Berlin.

Die Lösung des Lehrermangels im Land Berlin bleibt ebenfalls auf der Strecke. Die Schutzbehauptung von Senatorin Astrid-Sabine Busse (SPD), der Mangel könne zwar nicht wegdiskutiert werden, dieser sei ein deutschlandweiter Trend, heilt nicht das Versagen der Berliner Bildungspolitik.

Auch im kommenden Schuljahr 2022/23 werden bis zu 1.000 Lehrkräfte an den Berliner Schulen fehlen. „Der Bildungsverwaltung fehlt es an einer Vision und einer Mission, um dem stetig andauernden Lehrermangel erfolgreich begegnen zu können“, fasst Jens-Peter Mickmann vom BvLB Berlin das Problem in der Senatsbildungsverwaltung zusammen.

Der BvLB Berlin erkennt keine zahlreichen Lehrkräfte aus anderen Bundesländern, die nach Berlin wechseln wollen. Die respektlose Wahrnehmung der Berliner Lehrkräfte durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie als „Bestandslehrkräfte“ sowie die Absicht, erst im zweiten Halbjahr 2026 diejenigen Lehrerinnen und Lehrer verbeamten zu wollen, die jahrelang im Angestelltenverhältnis motiviert und engagiert in den Schulen unterrichteten, lässt das Land Berlin als Arbeitgeber in einem unangenehmen Licht erscheinen.

Der BvLB Berlin stellt zum gegenwärtigen Zeitpunkt katastrophal fest, dass die Stundentafel im kommenden Schuljahr 2022/23 in vielen Schulen Berlins aufgrund des Lehrermangels nicht mehr erfüllt werden kann.

Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann
stellvertretender Landesvorsitzender Pressesprecher BvLB Berlin


pdf BvLB_PM_2022_05-Verbeamtung-Lehrermangel
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Berufsbildungsbericht 2022

Pressemitteilung
Berlin 09.05.2022


Duales System der Berufsbildung jetzt deutschlandweit stärken Mickmann: „Die beruflich und die akademische Bildung befinden sich auf Augenhöhe!“
Die Lage am Ausbildungsmarkt ist durch sinkende Lehrstellen und in den nächsten Jahren geringeren Schulabgängerzahlen gekennzeichnet. Das beschreibt der aktuelle Berufsbildungsbericht 2022.

Die Corona-Pandemie wirkt sich in Deutschland besonders auf das Duale System der Berufsausbildung aus. „Es muss ein stärkerer Fokus auf die Berufliche Bildung in Berlin und in Deutschland gelegt werden“, fordert der stellvertretende Landesvorsitzende und Pressesprecher des Bundesverbandes der Lehrkräfte für Berufsbildung Berlin (BvLB Berlin e. V.) Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann. Für den BvLB Berlin gilt: Handwerk hat goldenen Boden und eine fundierte Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf sind die Erfolgsfaktoren gegen die Jugendarbeitslosigkeit und für einen guten Start in ein berufliches Leben wirken.

Im Jahr 2021 wurden 473.063 Ausbildungsverträge abgeschlossene, das entspricht etwa 1,3 Prozent mehr als noch im vorausgegangenen Jahr. 540.881 Schülerinnen und Schüler bewarben sich um einen Ausbildungsplatz in einem anerkannten Beruf. Dieser Wert entspricht etwa 0,9 Prozent weniger als noch im Jahr 2020. „Der Berufsbildungsbericht lässt eine weiterhin sinkende Bewerberzahl um eine Ausbildung im Dualen System erkennen. Jetzt müssen Politik, Unternehmen und Gewerkschaften aktiv werden, um den Fachkräftebedarf der Zukunft zu sichern“, ermahnt der stellvertretende BvLB-Landesvorsitzende Mickmann. Für das Jahr 2025 wird mit Schulabgängern in Höhe von 724.000 gerechnet. Zum Vergleich, im Jahr 2020 waren es noch 749.900 und im Jahr 2010 verließen 865.000 Schülerinnen und Schüler ihre Schule.

Der BvLB-Berlin fordert eine konzertierte Aktion für die Berufliche Bildung, um auch in Zukunft jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu geben und um Schulabgängern das Gefühl zu geben, in der Gesellschaft gebraucht zu werden. „Die beruflich und die akademische Bildung befinden sich auf Augen­höhe. Es muss sich niemand schämen, eine Berufsausbildung im Dualen System anzutreten“, wirbt Dipl.-Hdl. Mickmann für die Ausbildung in Betrieb und Schule.


Dipl.-Hdl. Jens-Peter Mickmann
stellvertretender Landesvorsitzender Pressesprecher BvLB Berlin


pdf BvLB_PM_2022_04-Berufsbildungsbericht
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